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Die Norm ISO16890:2016 ersetzt die bisherige EN779:2012

Die Norm ISO16890:2016 ist der neue globale Standard für die Prüfung und Klassifizierung von Luftfiltern und ersetzt damit mittelfristig die bisherige EN779:2012.
Sie stellt eine große Veränderung in der Art und Weise dar, wie Luftfilter evaluiert werden.
Die ISO16890:2016 wurde im Dezember 2016 veröffentlicht. Bis Mitte 2018 wird die alte Norm EN779:2012 auslaufen und durch den neuen ISO-Standard vollständig ersetzt werden.
Hier sehen Sie den Einführungszeitplan der ISO16890:2016:

Warum erscheint die neue Norm ISO16890:2016?

In der neuen Prüfnorm erfolgt die Beurteilung der Filtrationsleistung eines Luftfilters mittels der Klassifikation von verschiedenen Feinstaubpartikelgrößen (PM). Dadurch ist die Prüfung von Luftfiltern wesentlich realistischer als in der älteren und eher theoretischen Norm EN779:2012.

Was verändert sich?

Die ISO16890:2016 verwendet als Bewertungsparameter für die Bestimmung der Filtereffizienz dieselben Feinstaub-Größenklassen PM1, PM2,5 und PM10 wie die WHO (Weltgesundheitsorganisation) und andere Behörden.

ISO16890:2016 Die neue Gruppenklassifizierung

Der neue ISO16890:2016 Standard unterteilt Luftfilter in vier Gruppen.
Voraussetzung für jede Gruppe ist, dass ein Filter mindestens 50% der entsprechenden Feinstaubgröße einfängt. Wenn ein Filter zum Beispiel mehr als 50% der PM1-Partikel einfängt, wird es als ein ISO ePM1 Filter bezeichnet. Die jeweilige Effizienz wird dann in Schritten von 5% angegeben.
Neben den Feinstaubfiltern gilt der neue ISO-Standard auch für die Grobstaubfilter, also Filter die weniger als 50% PM10 einfangen.

Was bedeutet PM1?

PM1 beinhaltet Feinstaubpartikel mit einer Größe von weniger als 1 Mikrometer (ein tausendstel Millimeter), zur Verdeutlichung:

  • 1μm = 0.001mm
  • 2,5μm = 0.0025mm
  • 10μm = 0.01mm

Was ist eigentlich Feinstaub?

Schauen Sie sich unser kurzes Video an um zu erfahren, was Feinstaub ist:

Im neuen Standard ISO16890:2016 sind die tatsächlich vorhandenen Betriebsbedingungen besser berücksichtigt.
Statt wie bisher nur die Partikelgröße von 0,4 Mikrometer zu berücksichtigen, wird nun ein breiteres Spektrum zwischen 0,3μm und 10μm betrachtet, um sogenannte Trenneffizienzen für die Feinstaubgrößen PM10, PM2,5 und PM1 (ISO16890) zu bestimmen. Damit ein Luftfilter in PM1 oder in eine der anderen PM-Größen eingestuft werden kann, muss er eine Mindesteffizienz von 50% nachweisen. Dieser Wert wird gerundet in Stufen von 5% angegeben — ein Luftfilter mit einer Leistung von 66% bei PM1-Partikeln wird als ePM1 65% angegeben.
Die ISO16890:2016 betrachtet auch Grobstaubfilter, die weniger als 50% der Partikel im PM10-Bereich auffangen — diese werden dann als «ISO Course» bezeichnet und werden mit ihrer PM10-Performance bezeichnet, beispielsweise «PM Course 45%».

Die Vorteile der neuen Norm

Der neue Standard bietet mehrere Verbesserungen im Vergleich zum EN779-Standard:

  • Ein gemeinsamer globaler Standard.
  • Die ISO16890:2016 misst die Leistung mit einem Partikelspektrum von 0,3 bis 10μm (EN779: 0,4μm)
  • Die Abscheidegrade des Filters sind vor und nach elektrostatischer IPA-Entladungen sichtbar.
  • Die Filter können anhand ihrer Leistung in Bezug auf die Anwendung gewählt werden.

Quelle: afprofilters.de